Regel- und Verhaltensknigge

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Einspiel und Auslosung

Für gewöhnlich wird ein Spiel ausgerufen, ob im Punktspiel oder im Turnier. Man begibt sich an den Tisch und begrüßt den Gegner mit einem Handschlag, dies ist in den unteren Klassen nicht bei allen Spielern Gewohnheit, gehört aber zur Sportlichkeit hinzu. Bei dieser Gelegenheit bietet es sich an, sich den Schläger des Gegners anzuschauen. Man hat ein Recht darauf und Informationen über die Beläge des Gegners können taktisch sehr interessant sein. Wenn Noppen oder Anti-Top auf einer oder auf beiden Seiten drauf ist, sollte man sich merken, was auf welcher Seite. Auch sollte man überprüfen, ob der Schläger regelgerecht ist. Dies kann natürlich nur sehr oberflächlich geschehen und sollte auch nicht zu ernst genommen werden. Eine aktuelle Belagsliste werden die wenigsten dabei haben, und wäre hier auch übertrieben. Aber einige Dinge kann man überprüfen. Ein Tischtennisschläger muss auf einer Seite Rot und auf der anderen Schwarz sein. Wenn mit einer Seite nicht gespielt wird, muss da auch kein Belag drauf sein, die Farbe muss trotzdem stimmen. Der Schläger muss über das ganze Schlägerblatt gleichmäßig beschaffen sein und unbehandelt. Wenn also große Stücke vom Belag fehlen, der Belag lose ist, er offensichtlich behandelt wurde o.ä. ist er nicht regelgerecht. Es gibt da gewisse Toleranzen, z.B. sagt man, wenn in einem Randbereich von ca. 1 mm Belag fehlt, ist das noch in Ordnung. Wenn man eine Regelwidrigkeit des Schlägers festgestellt hat, sollte man den Gegner darauf hinweisen. Nach dem Spiel oder im Spiel ist es dafür zu spät. Die wenigsten Spieler werden dann einlenken oder gar den Schläger wechseln. Allerdings kann man dann einen Protest einlegen (bzw. muss das der Mannschaftsführer machen), das Spiel muss aber gemacht werden.

Vor dem Spiel hat man das Recht auf ein Einspiel, das bis zu zwei Minuten dauern kann. Allerdings ist es so, dass wenn einer der beiden Spieler sich nicht einspielen möchte, das Spiel begonnen werden muss. Der Gegner darf sich dann auch nicht mit einem seiner Mannschaftskameraden einspielen. Im Doppel dürfen sich zwei Doppelspieler allerdings miteinander einspielen, wenn das gegnerische Doppel selbst nicht möchte. Praktisch kommt es eher nicht vor, dass jemand das Einspiel verweigert, man darf aber. Die zwei Minuten müssen auch nicht strikt eingehalten werden, niemand nimmt die Zeit und bricht dann das Einspiel ab, man sollte es allerdings nicht darauf anlegen, das Spiel zu verzögern. Man fängt für gewöhnlich mit Vorhandkontern an und nach kurzer Zeit, wenn man meint, es reicht, fragt einer der Spieler ob man mit Rückhand weiter machen sollte. Meistens wird der Gegner zustimmen, es kann aber auch vorkommen, dass er noch weiter Vorhand spielen möchte, manche wollen auch noch ein paar Bälle ziehen, je höher die Spielklasse, in der man spielt, desto eher gehört das auch zum Standard Prozedere. Wenn man das Gefühl hat, es reicht mit Einspielen, fragt man ob man anfangen will und wenn der Gegner zustimmt, wird ausgelost.

Im Punktspiel lost für gewöhnlich der aus, der zur Heimmannschaft gehört. Man lässt den Ball den Tisch herunterrollen, fängt ihn auf und streckt die Arme unterm Tisch aus, der Gegner muss erraten, in welcher Hand sich der Ball befindet. Die meisten geben dann den Ball dem Gewinner und das Spiel fängt an. Nach den Regeln hat aber der, der diese Wahl gewinnt, erst die Entscheidung darüber gewonnen, ob er die Seitenwahl oder die Aufschlagwahl nimmt. Er kann also nun entweder den Aufschlag nehmen oder dem Gegner geben, dieser kann sich dann die Tischseite aussuchen, an der er anfangen möchte, oder er sucht sich eine Seite aus und der Gegner kann nun über den Aufschlag oder Rückschlag entscheiden. Dies kann mitunter sinnvoll sein. Wenn man weiß, dass eine Seite einen Nachteil bringt, z.B. könnte das Licht dort blenden, und es ein knappes Spiel wird, kann es je nach Spielertyp taktisch klug sein, auf dieser anzufangen. Im Entscheidungssatz ist man dann nämlich nach dem Seitenwechsel auf der guten Seite.

Nach dem Spiel gibt man dem Gegner die Hand (dies ist vorgeschrieben) und ggf. gratuliert man ihm auch. Muss man aber nicht.

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