Trainingslager Juli 2010

Wie eigentlich jedes Jahr wollten wir natürlich auch dieses Jahr wieder ins Trainingslager fahren. Nun ist es ja eine gute Sache, mehr Mitglieder zu bekommen, aber es wird dann natürlich auch immer schwieriger Termine zu finden, an denen alle Zeit haben.

Allerdings wurde dieses Problem schnell gelöst: Es gab nur noch einen einzigen Zeitraum in dem der TT-Treff Erdmannsdorf freie Plätze hatte, und zwar in den ersten beiden Juliwochen. Wir könnten natürlich auch versuchen, woanders hin zu fahren, oder wir hätten uns auch viel früher um die Planung kümmern sollen, aber, wie eigentlich auch jedes Jahr, hat das keiner gemacht und alles blieb mal wieder am großen Plötz in Farbe hängen. (Na? Kapiert jemand diesen Wortwitz? Ich schätze nicht. Seuufz, keiner interessiert sich mehr für in Büchern gespeichertes Wissen)

Im Endeffekt wurde die ganze Sache dann so kompliziert, dass eine große Tafel und ein Stück Kreide nötig wären, um zu erklären, wer denn alles wie und wann mitgekommen ist. Aber versuchen's wir mal: Am Freitag, den 02.07.2010 erreichten Michael, Achim und ich den TT-Treff um die Mittagszeit. Etwas späterkam Bruno nach und nochmal etwas später Gerd mit seiner Frau, die allerdings nicht zum Tischtennis hergekommen ist, sondern um Urlaub zu machen. Am Sonntag fuhr Michael abends mit der Bahn zurück, da er am Montag in Berlin sein musste. Montag nachmittags sind Gerd und seine Frau abgefahren und Bruno blieb bis Mittwoch Abend. Dientags Nachmittag ist Achim zurück nach Berlin gefahren, um Björn, Tom, Paul, Quang und Phong, die noch bis Dienstag Schule hatten, und außerdem Yves, der allerdings eigentlich eine Knöchelverletzung vom Fussballspielen hatte (jaaa, denkt mal darüber nach!) und deswegen nicht spielen sollte, abzuholen. Am Freitagnachmittag sind dann schließlich alle mit dem Auto abgefahren, nur Yves und ich mussten mit der Bahn fahren, weil nicht genug Platz im Auto war. Die Bahnfahrt ist wie immer eine Geschichte für sich... Vom ersten Freitag bis Sonntag waren dann auch alle Zimmer im Erbgericht belegt, sodass wir dann noch am Montag einmal umziehen mussten.

Das Training konnte aufgrund dieser ständig wechselnden Gruppenstärke (ab Montag waren dann auch noch ein Sportfreund aus Hohenneuendorf und drei Desdener Jugendliche da) natürlich nicht allzu strukturiert ablaufen, außerdem gab es noch erhebliche Leistungsunterschiede zwischen den verschiedenen Sportlern.

Unsere Freizeitleute, die nächste Saison auch noch eine Freizeitligamannschaft bilden werden, haben einen sehr guten Technikcrashkurs von Roland, dem Trainer dort, bekommen. Bruno, schon zum dritten Mal dabei, kannte das natürlich schon alles, aber die anderen Beiden wissen jetzt wenigstens auch, woran sie jetzt noch arbeiten müssen. (Gerd konnte bspw. feststellen, dass man nicht nur mehr Bälle trifft, wenn man nicht bei jedem Schlag das Bein hebt, es wird auch weniger anstrengend!)

Unsere Jugendlichen konnten bestimmt auch etwas lernen, auch wenn Phong meinte, das Training sei ja genauso wie bei uns (nur anders). Was mich und Achim betrifft: Nun wir sind in erster Linie fertig. Fix und fertig. Irgendwie sind sieben Tage doch zu viel.

Yves dagegen konnte lernen, dass Fussball eine böse Sportart ist.

Er musste die ganze Zeit als lebendes Retournbrett herhalten, da er sich ja nicht bewegen durfte, allerdings schummelte er dabei: Ich habe den Verdacht, er hat gleichzeitig Tischtennis gespielt.

Natürlich wurde nicht nur Tischtennis gespielt: Bruno nutzte ausgiebig das Freibad in der Gegend, wir spielten Billard und Tischkicker, sahen uns außerdem dazu gezwungen, uns die Deutschlandspiele der Fußball-WM anzuschauen, da man in Erdmannsdorf, anders als in Berlin, nicht hören konnte, wenn ein Tor fällt, und wir haben natürlich wieder viel gegessen.

Auch entdeckten wir auf der Hinfahrt einen Imbiss, der nicht nur preiswert und gut ist, sondern auch noch den perfekten Namen hat:

Ach ja, es gab natürlich ein Abschlussturnier in drei Leistungsgruppen. In der ersten bin ich Zweiter geworden (allerdings war ich schon so tot, dass ich nur noch Schupfen und blocken konnte) und in der zweiten Leistungsgruppe wurde Björn Erster, den Rest hab' ich vergessen. Zum Schluss hat dann wieder jeder ein Abschlusspräsent bekommen, obwohl ich mir nicht sicher bin, was mit denen geschehen ist, die vor Freitag abgefahren sind.

Ach ja, natürlich gibt es auch ein Gruppenfoto.

Auch nur mit denen, die am Freitag noch da waren.

Die, die keiner kennt sind übrigens die Dresdener Jugendlichen, nur der ganz rechts nicht, der ist aus Hohenneuendorf. Und der ganz links ist Roland, der Trainer.

Bericht: Richard Plötz

Fotos: Achim Plötz (obwohl er auf einem der Fotos drauf ist...)